Positionen für ein Grünes Bayern

Grüne Politik denkt über die eigene Zukunft hinaus für die nächste und übernächste Generation mit. Sie zielt auf den Erhalt und die Förderung unserer natürlichen Lebensgrundlage, die mir als junger Kandidat besonders wichtig ist. Bildung und Wissenschaft müssen als Investition in diese Zukunft wahrgenommen werden. Kulturelle Teilhabe und Vielfältigkeit sind ebenso Bestandteil einer grünen Politik wie ein grenzenloses und solidarisches Europa. Die bayerischen Grünen haben ein umfangreiches Wahlprogramm mit konkreten Projekten beschlossen:

10 Punkte für Bayern

Vollständiges Programm

Statements zu drängenden Problemen

Lehrkräftemangel

Die Staatsregierung versäumt immer wieder eine weitsichtige Ausbildung und Einstellung von Lehrkräften. Damit gefährdet sie die Unterrichtsqualität und die Zukunftschancen unserer Kinder und Jugendlichen. Ich setze mich für eine 110-prozentige Unterrichtsversorgung ein. So stoppen wir nicht nur den Unterrichtsausfall, sondern es bleibt auch Zeit für Fort- und Weiterbildungen – z.B. für die Herausforderungen des digitalen Zeitalters. Den besonders großen Mangel an Grundschulen will ich auch mit einer besseren Entlohnung bekämpfen, denn die dortigen Lehrkräfte legen das Fundament für den weiteren Bildungsweg. Eine Reform der Lehramtsausbildung mit stärkerem Bezug an der Praxis erhöht die Attraktivität für angehende Studierende.

Pflege

Pflege spielt eine zunehmend wichtigere Rolle in unserer alternden Gesellschaft. Unser oberstes Ziel ist es, den Menschen einen möglichst langes Leben in der eigenen Wohnung zu ermöglichen. Um den wachsenden Bedarf an Pflegekräften zu decken, werden wir die sozialen Berufe attraktiver gestalten. Eine bayerische Pflegekammer stärkt die Recht der Pfleger*innen. Ein Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit erhöht die Attraktivität des Berufs für Menschen mit Familienverantwortung. Weiteren Bedarf an Pflegekräften wollen wir über ein Einwanderungsgesetz mit transparenten Regeln decken. Für die einzelne Pflegekraft werden wir die Belastung durch eine Vereinfachung der Dokumentation und eine Verbesserung des Personalschlüssels reduzieren, sodass sich mehr Schulabsolventen den Beruf zutrauen.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist ein Auftrag an alle Menschen. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, der kommenden Generation eine lebenswertere Welt zu hinterlassen als die, die wir vorgefunden haben. Lebenswerter bedeutet, dass wir den Schutz von Natur und Umwelt konsequent ausbauen, um unsere Lebensgrundlagen zu erhalten, dass wir die soziale Ungleichheit bekämpfen, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, und dass wir ein weltweites, sozial verträgliches und ökologisches Wirtschaftssystem entwickeln. Jeder kann hierzu einen Beitrag leisten, indem er z.B. vom Auto auf ÖPNV und Rad umsteigt oder fair und ökologisch produzierte Waren kauft. Anstatt immer nur Empfehlungen auszusprechen, muss die Politik beim Kampf für Nachhaltigkeit mutig vorangehen. Hierauf kann am 14.10. jeder Einfluss nehmen.

Mobilität für München und Umland

Ich mache mich starkt für eine ökologische Verkehrswende: für einen ÖPNV-Tarif in ganz Bayern in einer App und für eine Stärkung des Radverkehrs in der Stadt. Hiervon profitieren München und das Umland gemeinschaftlich. Grüne Verkehrspolitk folgt der Maxime "Vorfahrt für Rad und ÖPNV". Wir werden daher die Verkehrsflächen zugunsten von Rad und ÖPNV neu verteilen und attraktivere ÖPNV Angebot, insbesondere für junge Menschen und Senioren schaffen. Durch die Verkehrswende verbessern sich gleichzeitig Luft- und Lebensqualität in München.

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Konzepte für ein grünes Bayern

Lebenswerte Stadt & Vernetztes Land

Eine lebenswerte Stadt räumt Mensch und öffentlichem Verkehr den Vorrang vor dem Auto ein. So gewinnen wir nicht nur zusätzliche Flächen (momentan sind ca. 17 % der Stadtfläche Verkehrsfläche), sondern ermöglichen preiswerte Mobilität für alle Menschen. Belebter öffentlicher Raum, der zu Begegnung sowie Miteinander einlädt, gehören ebenso zu einer lebenswerten Stadt wie ausreichend Grünflächen zur Erholung. Sozialer Wohnungsbau, der endlich durch das Land unterstützt werden muss, schafft bezahlbare Mieten insbesondere für junge Menschen und Senioren.

Der ländliche Raum darf gegenüber der Stadt nicht vernachlässigt werden. Das Land ist in der Pflicht die Infrastruktur zu modernisieren. Neben dem raschen Ausbau von Glasfaser- und Mobilfunknetzen muss der öffentliche Verkehr massiv gestärkt werden. Ein erster Schritt ist die flächendeckende Elektrifizierung des bestehenden bayerischen Schienennetzes. Mein erklärtes Ziel ist ein einheitlicher Tarif für ganz Bayern, der keine Verbundgrenzen kennt.

Anstatt außerhalb der Ortschaften immer neue Gewerbegebiete zu erschließen, sollte der Erhalt der Ortskerne gefördert werden. Hierdurch werden nicht nur Grünflächen geschützt, sondern auch das gesellschaftliche Leben in den Orten erhalten.

Chancengerechtigkeit durch Bildung

In kaum einem anderen Industrieland entscheidet die Herkunft so sehr über den Bildungsweg wie in Deutschland. Jedes Kind verdient unabhängig vom Einkommen der Eltern und seiner sozialen Herkunft die bestmögliche Förderung. Diese beginnt in der Kindertagesstätte und führt über die Schule in Ausbildung und Hochschule. Besonders wichtig ist die zeitnahe Bereitstellung von ausreichend Plätzen in Kindertagesstätten. Diese müssen für sozial schwache Familien beitragsfrei ausgestaltet sein.

Das bestehende Schulsystem soll um eine flächendeckende Ganztagsbetreuung insbesondere in der Grundschule ergänzt werden. Hiermit werden nicht nur erwerbstätige Eltern entlastet, sondern auch zusätzliche Unterstützungsmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler geschaffen. Beim gebundenen Ganztagsunterricht wechseln sich zudem Phasen des Lernens und der Erholung ab. Dies fördert die Verarbeitung des Gelernten und schafft Raum für sportliche Aktivitäten.

Wissenschaft als Investition in die Zukunft

Im Aufbau …

Jugend ernst nehmen

Den jungen Menschen gehört die Zukunft. Sie tragen die Folgen des aktuellen politischen Handelns, daher ist es richtig und wichtig ihre Mitbestimmungsrechte zu stärken. Ich fordere die flächendeckende Einführung von Jugendparlamenten in den Kommunen. Sie machen Demokratie und Teilhabe erlebbar und unterstützen die Jugendlichen bei ihrer Willensbildung. Durch die Einbindung profitieren auch die Kommunen selbst, da sie bei Jugendvorhaben (z.B Bau von Jugendzentren) kompetente Ansprechpartner an ihrer Seite haben.

Je früher junge Menschen an politischen Entscheidungen teilnehmen, desto stärker ist deren Legitimation. Gerade wenn Entscheidungen langfristige Folgen für die nächste und übernächste Generation haben, führt eine frühe Beteiligung zu mehr Akzeptanz. Eine Absenkung des Wahlalters auf 14 Jahre bei Kommunalwahlen und 16 Jahre bei Landtagswahlen würde genau das erreichen. Begleitet durch einen gestärkten Sozialkundeunterricht in der Schule könnten junge Menschen früher an unserer Demokratie teilhaben und sie dadurch stärken.

Kulturelle Vielfalt & Grenzenloses Europa

Im Aufbau …