Haben Bayerns Polizistinnen und Polizisten zu wenig Angebote fürs Schießtraining? „Es ist völlig inakzeptabel, dass in einigen Präsidien beinahe jeder zehnte Beamte nicht einmal das rechtliche Minimum einer Schießübung im Jahr erfüllen kann“, sagt Florian Siekmann, grüner Landtagsabgeordneter und stellvertretender Vorsitzender des Innenausschusses.
Dabei sei umfangreiches Schießtraining für den Selbstschutz der Beamtinnen und Beamten genauso unverzichtbar wie für einen sicher ablaufenden Einsatz. Ursache, so Siekmann, seien fehlende Möglichkeiten zum Schießtraining. Er beruft sich auf Daten, die er vom Innenministerium auf eine Landtagsanfrage erhalten hat. Das noch unveröffentlichte Dokument liegt der Süddeutschen Zeitung vor.
(...) Der Abgeordnete Siekmann sagt: Die Staatsregierung „verletzt auch ihre Fürsorgepflicht gegenüber den Polizeibeamtinnen grob, denn diese tragen die Risiken aus dem fehlenden Schießtraining“. Ebenfalls von ihm gab es im November eine Anfrage über den Sanierungsbedarf bei Dienstgebäuden der Polizei. Die CSU, so Siekmann, habe „jahrelang dem Verfall der Schießanlagen zugeschaut, der Sanierungsstau ist gewaltig“.
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